Stunk zum Jubiläum: Eine persönliche Meinung

Hinweis: Sämtliche in diesem Beitrag Äußerungen sind meine persönliche Meinung und keinesfalls als Beleidigung anzusehen. Fall hier einer der Betreiber mitliest, dann fass es bitte einfach als konstruktive Kritik von einem Stammgast auf und denk darüber nach…

Die ersten 100 Beiträge sind auf diesem Blog veröffentlicht. Wenn das mal kein Grund ist, richtig über Irgendetwas abzulästern ;-).

Ich besuche seit mehr als 3 Jahren am Wochenende (und damit meine ich an mindestens 40 Wochenenden pro Jahr) die Regensburger Innenstadt, um dort mit Freunden Spaß zu haben. Nach ein paar Drinks in der Bar ende(te)n die Abende zumeist in der Karma Lounge oder in der Suzie Wong Lounge. Meine Stammdiskothek war seit jeher die Karma Lounge, weil mir ihr Aufbau einfach mehr zusagt, als der der Suzie. In der Anfangszeit war die Karma echt ein Highlight des Abends, sowohl was Leute wie auch die Musikauswahl betraf. Heute enttäuscht sie mich bei so gut wie jedem Besuch.

Am Ende des Sommers war der Zenit erreicht. Es hatte gefühlte 45°C und man konnte nicht mal sein Bier zum Mund führen, weil die Location einfach hoffnungslos überfüllt war. Hier kam mir schon oft der Gedanke, wieso der Türsteher eigentlich mitzählt, wie viele Gäste reingehen.

Die Musik wurde aber schon vorher schwächer. Was erwartet man denn, wenn man in eine durchschnittliche Disco geht, in der für diesen Abend kein bestimmtes Motto angesagt wurde? Also ich erwarte dann eine gute Mischung zwischen Hip Hop und tanzbarer Musik. Diese Mischung schafft in diesen beiden Clubs genau ein DJ und der ist am Wochenende nicht anzutreffen, weil der nämlich immer mittwochs in der Suzieauflegt. In der Karma sieht es stattdessen mittlerweile so aus, dass man beim Reingehen Hip Hop hört (amerikanischen, keinen guten, alten deutschen), wenn man zum Rauchen rausgeht Hip Hop hört (sonst würde man ja nicht gehen), beim erneuten Betreten Hip Hop hört und man dann schlußendlich entnervt heimfährt, weil die Musik einfach seit 1h vom gleichen Bumm-Bumm-Tschak-Grundbeat getragen wird und nur irgendein anderer Vogel unverständlichen Kauderwelsch darauf stottert.

Das war jetzt ein typischer Freitag in der Karma… ist ja halb so schlimm, weil am Samstag verspricht der Club ja
„Klub 25 – Clubbing Deluxe“. 3 DJs, die es ermöglichen sollen in gehobenem Ambiente zu Clubben… Ende vom Lied ist, dass man wieder 90% Hip Hop hört (mir persönlich ist es bis heute ein Rätsel wie man da gern und gut dazu tanzen soll) und wieder in seinen Erwartungen enttäuscht wird. Mir kam es zumindest früher mal so vor, als wäre am Freitag eine gute Mischung geboten wurden, die am Samstag von einem überwiegenden House/Dance -anteil getoppt wurde. Vielleicht kann ich mich auch nur nicht mehr daran erinnern.

Man könnte meinen, ich mag keinen Hip Hop. So würde ich es nicht sagen, aber ich höre halt lieber Musik. Dennoch habe ich absolut NICHTS gegen so Tracks wie „Alles neu“ von Peter Fox, „Changes“ von 2Pac (absolut geil gewesen, diesen Track wieder einmal in einer Disco zu hören, gibt 1 Pluspunkt. Sind wir bei -52) oder einfach anderen Hip Hop Tracks, die Tiefe besitzen, die eine Story erzählen oder schlicht und einfach Qualität besitzen. Das vermisse ich bei den allermeisten heutigen Veröffentlichungen und das ist auch genau der Grund, warum ich Konsorten wie Lil Jon und wie sie nicht alle heißen heututage keinen Meter mehr ausstehen kann.

Ich will gar nicht mehr lange rumlabern, die Grundaussage, die ich treffen wollte und will ist einfach die, dass es „richtiges Clubbing“ in Regensburg nicht gibt und wohl auch nie geben wird. Das Publikum bestimmt die Musik und die meisten 18-jährigen, die dann „Eigentlich alles“ als Musikgeschmack angeben bestimmen, dass jetzt Lil Jon und sein stottender Weggefährte den Dancefloor rocken sollen – und dann macht der DJ das.

Meine fast letzte Hoffnung besteht im Mixage, dass ja bald seine Pforten öffnen wird. Ich wünsche mir nur, dass

1. kein zweiter Funpark daraus wird

2. eine reine Hip Hop und eine reine Dancearea geschaffen werden

3. ausschließlich Leuten Zutritt gewährt wird, die sich zu beherrschen wissen

Ansonsten wähle ich den Schritt, dass ich dann wohl alleine – getrennt von meinen Freunden – den Abend in der Suite15 bei absolut geiler Musik auskllingen lass, während ich beim Verlassen der Disco um 4:30 Uhr von hinter der Ecke ein lautes „oohhhkkkäääääyyyy“ und „too the windoooooooow“ aus den Boxen schallen höre und mit lächelndem Gesicht den Abend Revue passieren lasse.

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