Mixage – Der erste Eindruck zählt…

…und der war nicht der Schlechteste. Gerade bei Clubs und Diskotheken bin ich sehr vorsichtig geworden, was Lob angeht, aber ich muss zugeben, dass mir die neueste Errungenschaft in der Regensburger Clublandschaft bei meinem ersten Besuch überaus gut gefallen hat. Doch bevor ich hier meine persönliche Meinung in die Welt hinaus rufe, hier die Facts:

Der Eintritt liegt bei 5€ und die Garderobe schlägt mit nochmals 1€ zu Buche. Sind absolute Durchschnittspreise für Regensburg, weswegen man hier gar nicht das Diskutieren anfangen muss. Gleich im Foyer befindet sich dann die erste Bar für einen kleinen Aufwärmdrink. Die Preise sind auch hier durchschnittlich für Regensburg. Ich persönlich fand 3,30€ für ein Pils(!) schon immer eine Frechheit, aber das ist ein anderes Thema. Im ersten Stock erwartet einen ein Raum mit – ihr werdet es kaum glauben – Aschenbechern. Ein ganzes Stockwerk wurde den Rauchern gewidmet. Die Luft war auch zu späterer Stunde noch erträglich. Die Lüftung dafür alles andere als kontaktlinsenfreundlich, aber man kann ja nicht alles haben.

Im Erdgeschoss ist dann die „Haupttanzfläche“. Absolut geil, absolut neu und erinnert an Berlin. Eine Bar befindet sich an der Stirnseite, die in ihren Ausmaßen etwas klein geraten ist, aber dank 4 Barmädels trotzdem schnell die Getränke liefert. Der Dancefloor ansich besteht aus durchsichtigen Quadraten, die von unten beleuchtet werden. Lässt man den Blick nach oben schweifen, sieht man eine riesige Deckeninstallation aus hunderten (tausenden?) LEDs, die computergesteuert zur Musik die verschiedensten Farben und Konstellationen aufbieten.

Was mir ebenfalls gut gefallen hat war, dass das Publikum sehr durchmischt war. Da waren sowohl 18-jährige, wie auch 35 und 40-jährige. Der Anteil der „Jugend“ war natürlich bedeutend größer, aber – ich weiß nicht warum – mir gefiel diese Durchmischung.

Kommen wir nun aber zu dem leidigen Thema Musik. Ich will es nicht schlechter reden, als es war, denn das Mixage kennt zumindest eines, was für die Karma Lounge und die Suzie Wong am Wochenende längst ein Fremdwort geworden ist: Abwechslung.

Im 10-minütigen Turnus wechselten sich HipHop und Electro/House ab. Gerade im elektronischen Bereich war sogar viel dabei, was ich noch nie gehört hatte und ich glaube nicht, dass ich nur wenig Sachen kenne. Auch die HipHop-Parts waren hier irgendwie anders. Keine 0815 Radio Edits, die in den CD-Player geworden wurden, sondern Remixes, die einfach einmal frischen Wind hereinbrachten. Trotz allem wäre es vielleicht gut einen Bereich nur für HipHop (am besten den verrauchten oben im 1. Stock :P) und den anderen nur für Computerklänge einzurichten.

Wie bei so vielem zählt auch hier der Spruch: Die Zeit wird`s zeigen. Die Lage ist sicher nicht ganz optimal (Die Gefahr, dass die Leute nach der Kneipentour an der Suzie oder der Karma hängenbleiben ist groß), aber wenn das Mixage es schafft, dass einmal ein bißchen mehr Stimmung in die Bude kommt, als dies gestern der Fall war (um halb 3 war bereits ziemlich tote Hose :(), dann sehe ich auf jeden Fall viel Potential.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass sich das Warten und die Vorfreude auf jeden Fall gelohnt haben. Da die Clubbetreiber sicherlich auch das Internet durchstöbern und die Kritiken zu ihrem Club wohl an einer Hand abzulesen sein dürfte hier mein Rat an sie: Was wagen, House-Anteile weiter erhöhen, keine 4. Einheitsdisco draus machen und alles wird gut.

Fazit: 7 von 10 Punkten… weitermachen!

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